Forschungsethik

10.10.2017 von 09:00 bis 17:00

Prof. Konrad Ott, Direktor des Gustav-Radbruch-Netzwerks der CAU

Kursbeschreibung

1. Seminar von Prof. Konrad Ott, Direktor des Gustav-Radbruch-Netzwerks der CAU

Die Christian-Albrechts-Universität verpflichtet sich in der Präambel ihrer Verfassung sowohl zur Einhaltung und Vermittlung guter wissenschaftlicher Praxis als auch zu Verantwortung, zum Hervorbringen von Nutzen für und den Dialog mit der Gesellschaft. Dabei verpflichten sich die Universität und ihre Mitglieder dem Erhalt des Friedens – dem höchsten Gut gemäß dem Wahlspruch der CAU Kiel, der seit der Gründung der Universität vor nun über 350 Jahren Bestand hat.

Dem zuzustimmen erscheint leicht möglich. Dennoch kann bei der Umsetzung dieser Ziele rasch eine sehr grundsätzliche Frage auftauchen: Kann Ethik überhaupt ein Kriterium sein, wenn man sich als Forschende oder Forschender betätigt? Denn es geht den Wissenschaften doch gerade darum, nach Wahrheit zu suchen und sich vermeintlich eben keinem  ethischen Ziel zu verpflichten. Diese These der Werturteilsfreiheit in den Wissenschaften (Max Weber) bildet den Ausgangspunkt des Seminars. Des Weiteren werden Einblicke in die interne Wissenschaftsethik, unter anderem die gute wissenschaftliche Praxis und die Herausforderungen im Umgang mit Daten gewährt und diskutiert. Danach wird der Brückenschlag zur externen Wissenschaftsethik mit Stickworten wir Dialog der Wissenschaften mit der Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Technologietransfer und Dual Use erfolgen.

2. Workshop oder Best Practice:

Workshop 1: PD Dr. Avan Antia, Integrated School of Ocean Sciences, Excellence Cluster "The Future Ocean": How to prepare your early career scientists for ethical reflection?


Dealing with the ethical consequences of their work, scientists are often faced with so called "wicked problems". "A wicked Problem is unique and difficult or impossible to solve because each attempt to create a solution changes the understanding of the problem" (Borsen/Antia/Glessmer 2011, with additional notes). Nevertheless there is a need to make scientists aware of their social responsibilities, which implies that the wider consequences of a scientist’s action reflect their own personal values and scientific profile (Borsen/Antia/Glessmer 2011, with additional notes). In order to achieve that goal, it is crucial not just to discuss ethical reflection to students and doctoral candidates, but to establish a hierarchy-bridging and interdisciplinary dialogue, including especially young career scientists. 
The aim of the workshop is to think about the inclusion of early career scientists in a reflection of the ethos of science and establish  measures for bridging hierarchies to engage young scientists in discussions beyond disciplinary research.
 

Workshop 2: Linda Piálek,Leitung Referat - Forschungsförderung EU und International: Ethikfragebögen: Ethical issues in international research with a focus on EU projects

The workshop will give a general overview over  notions of ethics and good scientific practice in international research projects.Participants will also gain an insight about the specific ethical requirements of the European Commission in Horizon 2020 and how to comply with them.
 

3. Der Tag endet mit einer universitätsöffentlichen Keynote, zu der sowohl alle Teilnehmer*innen des Kurses als auch alle übrigen Interessierten geladen sind!

Keynote: Prof. Konrad Ott  "Aufklärung durch Wissenschaft – Von Fragezeichen zu Ausrufezeichen."

Die Keynote findet ab 18:00  im Klaus-Murmannhörsaal statt.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Gustav-Radbruch-Netzwerk.

 

Datum Uhrzeit AE Themen Kursnummer Gebühren
10.10.17 9:00 bis 17:00 Uhr 8

Forschungsethik Neuberufene

N172002 frei für alle Neuberufenen, WissenschaftlerInnen und MitarbeiterInnen der CAU

 

 

Anmeldeschluss:  6. Oktober (18 Uhr)

Diesen Termin meinem iCal-Kalender hinzufügen

zurück